Tierschützer fordern:
Katzenschutzverordnung für Deutschland !!!

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KATZENKASTRATION IST PFLICHT!

Näheres dazu finden Sie auf der Hauptseite unter: www.katzenschutzverordnung.de


Bundesweiter Presseartikel ... Download

Unterschriftenliste zur Auslage bei Tierärzten, in Tierheimen etc. ... Download


Leid und Elend der Katzen muss gestoppt werden

Mitleid und Ausreden helfen nicht - die Lösung heißt Kastrationspflicht

MUT, LV RLP, Mitgliedsverein der IG PRO KSVO  

 

Siegfried P. Rupprecht____________________________________________________ 

Die Lage spitzt sich zu! Immer öfter müssen Tierheime und Tierschutzvereine wegen Überfüllung und/oder Finanznot die Aufnahme von Haustieren ablehnen. Da passt das Erlebnis der „Interessengemeinschaft Pro Katzenschutzverordnung“ ins gegenwärtige Bild.

„Margit Mayr, Mitgründerin der Interessengemeinschaft Pro Katzenschutzverordnung wurde eine Fundkatze gemeldet“, berichtet sie. „Drei Kinder gingen mit dieser Katze an der Leine und mit Suchzetteln durch die Innenstadt.“ Die Kinder hätten auch im zuständigen Tierheim angerufen. „Dort wurde ihnen gesagt, das Tierheim habe - wie viele andere - Aufnahmestop.“

Und hier nehmen wir die Politik in die Pflicht. Es könne doch nicht sein, dass Städte, Gemeinden und Politiker sich ihrer Verpflichtung dem Tierschutz gegenüber entziehen oder nicht genügend nachkommen, übt sie heftige Kritik. „Soll man solche Tiere unversorgt in der Innenstadt auf der Straße lassen?“, fragt sie. Ihre Forderung ist klar formuliert: Rechtssicherheit für Tierschützer, die als praktische Garanten der im Grundgesetz verankerten Staatszielbestimmung nachkommen sowie praxisbezogene Vergütung für die Aufnahme und Versorgung von Fundtieren der Tierheime. Doch das allein reiche nicht aus, erklären die Tierschützer. So setzt die Interessengemeinschaft Pro Katzenschutzverordnung sich ein, Katzenhaltung bundesweit verbindlich gesetzlich zu regeln. Ihre Vorschläge: eine Kastrationspflicht männlicher und weiblicher Freigängerkatzen ab dem fünften Monat, eine deutschlandweite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht und eine bundeseinheitliche Katzenschutzverordnung im Tierschutzgesetz und Mindesthalteanforderungen (siehe TVT) klar definieren „Damit würde man den Tieren viel Leid ersparen und den Steuerzahler erheblich entlasten“, sind sich die Tierschützer sicher. Nur Menschen, die nachweislich Verantwortung für unsere Mitgeschöpfe tragen können, sollten diese auf Antrag produzieren dürfen. Diese Tiere können als unkastrierte Tiere gekennzeichnet und registriert sein, belasten somit weder Mensch, Tier noch Umwelt. 

 

Tatkräftige Unterstützung erhalten die engagierten Tierschützer u.a. von:

·         Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt,

·         Attis, Aktionsgemeinschaft der Tierversuchsgegner, 

·         Aktion Kitty - bundesweites Hilfsprojekt zum Schutz der Katze als Haustier in Not Nr. 1,

·         Aktion Tier - Menschen für Tiere,

·         Arbeitskreis Tierschutz Gütersloh,

·         Ärzte für Tiere,

·         Ärzte gegen Tierversuche,

·         Bund der Tierfreunde,

·         Bundesverband Menschen für Tierrecht e,

·         Bündnis 90 / Die Grünen im Westerwald,

·         DKV, Dachverband der Katzenschutzvereine,

·         Deutsches Tierschutzbüro Bonn,

·         Deutscher Tierschutzbund, LV Rheinland-Pfalz, 

·         Deutsche Tierschutzunion, 

·         Gong Verlag, Geliebte Katze,

·         IJH, Initiative jagdgefährdeter Haustiere,

·         Initiative Haustierrechte,

·         Jäger, die die Eindämmung der Überpopulationen durch Kastration anstreben,

·         Landesuntersuchungsamt,

·         Menschen für Tierrecht e,

·         MUT, LV Rheinland-Pfalz,

·         Michael Musil, Bündnis 90 / Die Grünen, Montabaur

·         Nordrhein-Westfälischen Umweltminister Eckhard Uhlenberg,

·         Paderborner Modell - Katzenkastration ist seit 22.09.2008 unangefochten Pflicht!

·         Paderborner Ratsmitglied Kornelia Welz, welches die Hand ausstreckt für eine Politik des Machbaren und für eine Politik des Notwendigen, Ordnungsamt, Veterinäramt, Tierschutz, 

·         Parlamentarische Geschäftsführerin Udine Kurth, MdB Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen,

·         Partei Mensch, Umwelt, Tierschutz - Die Tierschutzpartei,

·         Rechtsanwalt Rolf Kemper Berlin,

·         Rheinlandpfälzische Umweltministerin Margit Conrad,

·         Sternenhof - Begegnungsstätte für Mensch & Tier,

·         Tasso, Europas größtes Haustierzentralregister,

·         Tierärztekammer,

·         Tierschutzbeirat,

·         Tierschutz Streunerkatzen OÖ Österreich, mit landesweit geregelter Katzenkastrationspflicht,

·         TVT, Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz,

·         Westerwald Post (Nord),

·         WDR, Tiere suchen ein Zuhause,

·         sowie vom ehemaligen Bundesminister und jetzigen Vorsitzenden des Finanzausschusses im Deutschen Bundestag, Eduard Oswald.

Oswald plädiert mit Nachdruck dafür, dass auch Katzen unbedingt Fürsorge und Schutz benötigen. „Wer seine Katze ins Freie lässt, sollte verpflichtet werden, diese bei einem Tierarzt kastrieren zu lassen und mit einer Kennzeichen-Tätowierung oder einem Chip zu versehen“, fordert Oswald, der sich als Katzenfreund und Katzenliebhaber bezeichnet. „Zwar sollte nicht alles in unserem Land geregelt oder verordnet sein, aber wenn dies die einzige Möglichkeit ist, Leid und Elend für die Katzen zu verhindern, muss dies sein.“ Oswald appelliert aber auch an die Einsicht der Katzenbesitzer, mit der Katze von sich aus zum Tierarzt zu gehen.

Wir begrüßen die Haltung von Herrn Oswald und haben - aufgrund des immer dramatischer ansteigenden Elends des Haustieres in Not Nr. 1, der Katze - eine Interessengemeinschaft ins Leben gerufen. Ein Pool von Fachleuten, welcher mittlerweile über 25.000 Unterstützer gefunden hat - vornehmlich Tierschutzvereine und Tierheime, Vertreter der bundesweiten Tierärztekammern und Tierschutzbeiräte, Verbände, aber auch Veterinäre, die ihre Garantenpflicht ernstnehmen.

Die Tierschützer beklagen aufs Schärfste den Abschuss von rund 500.000 Hauskatzen jährlich und fordern von der Politik eine Meldepflicht - nicht nur für Jäger, die Forderung gilt auch für Straßenmeistereien, die vielerorts Tierkadaver entsorgen, ohne die Eigentümer zu info rmieren. So kann und darf nicht mit Eigentum umgegangen werden. Wir fordern von der Politik Schutz, Unversehrtheit und gesetzeskonformen Umgang mit unserem Eigentum.

Aktion Tier - Menschen für Tiere e.V., Mitgliedsverein der IG PRO KSVO  

Haustierabschuss ist ein Relikt aus der Vergangenheit

Anlässlich der anstehenden Novellierung des Landesjagdgesetzes fordert der Tierschutzbeirat Rheinland-Pfalz ein generelles Verbot des Abschusses von Haustieren. „Hunde und Katzen abzuschießen, nur weil die Besitzer einmal nicht aufgepasst haben oder nicht in der Lage sind, ihr Tier ordnungsgemäß zu halten, widerspricht in eklatanter Weise dem heutigen Verständnis vom Tier als schützenswertes Mitgeschöpf “, erklärt Dr. Helmut Stadtfeld, Vorsitzender des Gremiums.

Anlässlich der anstehenden Novellierung des Landesjagdgesetzes fordert der Tierschutzbeirat Rheinland-Pfalz ein generelles Verbot des Abschusses von Haustieren. „Hunde und Katzen abzuschießen, nur weil die Besitzer einmal nicht aufgepasst haben oder nicht in der Lage sind, ihr Tier ordnungsgemäß zu halten, widerspricht in eklatanter Weise dem heutigen Verständnis vom Tier als schützenswertes Mitgeschöpf “, erklärt Dr. Helmut Stadtfeld, Vorsitzender des Gremiums. Anlässlich der anstehenden Novellierung des Landesjagdgesetzes fordert der Tierschutzbeirat Rheinland-Pfalz ein generelles Verbot des Abschusses von Haustieren. „Hunde und Katzen abzuschießen, nur weil die Besitzer einmal nicht aufgepasst haben oder nicht in der Lage sind, ihr Tier ordnungsgemäß zu halten, widerspricht in eklatanter Weise dem heutigen Verständnis vom Tier als schützenswertes Mitgeschöpf “, erklärt Dr. Helmut Stadtfeld, Vorsitzender des Gremiums. Die Tötung sei darüber hinaus vielfach ein massiver Eingriff in die emotionale Beziehung von Familien zu ihren Hausgenossen. Der Tierschutzbeirat fordert stattdessen ordnungsrechtliche Maßnahmen gegenüber den Tierhaltern, die ihre Vierbeiner in Feld und Wald herumstreunen und damit zu einer Gefahr für Wildtiere werden lassen. Bei Katzen verbietet sich der Abschuss durch Jäger schon wegen der Verwechslungsgefahr mit der Wildkatze, die erfreulicherweise in einigen Gebieten von Rheinland-Pfalz noch vorkommt, aber in ihrem Bestand gefährdet ist. Dem Problem der Überpopulation und Verwilderung von Hauskatzen wird man nach Auffassung des Tierschutzbeirates ohnehin nur durch ein Kastrations- und Kennzeichnungsgebot beikommen können. Der Abschuss von Haustieren – so das Fazit des Tierschutzbeirates – ist ein Anachronismus, der zu Recht heute kaum noch gesellschaftliche Akzeptanz findet. Zum Glück würden das viele Jäger ähnlich sehen und von sich aus von ihrer gesetzlichen Möglichkeit keinen Gebrauch machen.

Immer wieder Eklat. Ein großes Problem sind aber auch die vielen - als sogenannt "herrenlos" abdegradierte - Hauskatzen, denen kein verantwortlicher Halter mehr zuzuordnen ist. Hier komme es immer wieder zum Eklat zwischen Tierschützern und Behörden, weiß der Tierschutzexperte Robert Derbeck vom Tierschutzverein Noris e.V. und Mitbegründer der Interessengemeinschaft Pro Katzenschutzverordnung zu berichten. „Manche Städte und Gemeinden erkennen Katzen als Fundtiere gar nicht erst an.“ Regelmäßig gebe es deshalb Streitigkeiten zwischen Tierschützern und Behörden im Hinblick auf die rechtliche Differenzierung von Fundkatzen und herrenlosen Katzen.   

Sonja Stahl von der Katzenhilfe-Westerwald e.V.  ist sich sicher, dass exakt diese Unwissenheit und/oder Ignoranz der Hauptmultiplikator für das vorherrschende Leid ist, mit dem wir tagtäglich bundesweit konfrontiert werden, was so nicht mehr zu schultern ist. Sie wartet bis zum heutigen Tag auf Antwort der Politik, welchem Gesetz es zu entnehmen ist, dass Hauskatzen sogenannte herrenlose Tiere sein könnten. Das Bundesministerium wird erneut mit der Frage konfrontiert. Unsere Hauskatzen brauchen weder Mitleid noch Ausreden, sie brauchen Schutz und Durchsetzung ihrer Rechte und bundeseinheitliche Verordnungen. Dies alles wäre möglich, ohne auch nur einen Cent Steuergelder hierfür zu verschwenden.  Die durch eine bundeseinheitliche Kastrations- und Kennzeichnungspflicht eingesparten öffentlichen Gelder könnten für Schutz von Mensch und Umwelt eingesetzt werden. Ordnungs- und Tierschutzbehörden könnten Einzelfälle leicht und unkompliziert aufklären, der Verwaltungsapparat könnte deutlich schlanker gestaltet werden und der soziale Unfrieden könnte sich in Luft auflösen. Tierleidproduzierer dürfen nicht länger staatlich subventioniert werden.

Es herrscht bundesweit dringender Handlungsbedarf

Auch Robert Derbeck beklagt fehlende Verordnungen. „Dieser Missstand  führt dazu, dass bei den Katzen fruchtbare Tiere eine extrem hohe und ungewollte Population erzeugen.“ Die Folge: Die Tierheime sind dauerhaft überfüllt mit Katzen und kämpfen am finanziellen Existenzminimum. Dieses und noch vieles mehr sei das Ergebnis unzureichender gesetzlicher Festlegungen, so Derbeck. Margit Mayr ergänzt: „Die Politiker tragen mit ihrem Zaudern dazu bei, dass die Lage mittlerweile fünf nach zwölf sei, es besteht enormer Handlungsbedarf!"

Dr. Gerd Müller, Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, bemängelt fehlende Statistikzahlen, um auf Bundesebene die Katzenschutzverordnung für Deutschland durchzusetzen. Er verweist, dem Paderborner Modell folgend, auf das ausreichende Instrumentarium auf Landesebene. Dass sich rund 90% der Tierschutzvereine von einem Aufnahmestop zum nächsten hangeln, rund 50% der Tierschutzvereine als praktischen Garanten in den nächsten 16 Monaten die Insolvenz droht, scheint auf Bundesebene noch keinen dringenden Handlungsbedarf anzuzeigen. Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel fordert weiterhin zur Abwehr einer bald nicht mehr zu stoppenden Eskalation einen Gesellschaftspakt Tierschutz. 

Österreich hat den Handlungsbedarf im Jahr 2004 erkannt:

Seit dem 01.01.2005 ist die Katzenkastration in Österreich Pflicht. Tierhalter, besonders landwirtschaftliche Betriebe sind von Seiten der Bundesebene verpflichtet, ihre Katzen kastrieren zu lassen, so die Aussage von Frau Auer, Verein Streunerkatzen OÖ, Mitglied der Interessengemeinschaft Pro Katzenschutzverordnung. Sonja Stahl, Mitgründerin der Interessengemeinschaft Pro Katzenschutzverordnung, weiß ergänzend zu berichten, das jeder Finder verpflichtet ist, die Fundsache Katze öffentlich anzuzeigen und an den Eigentümer zurückzugeben. Versäumt der Finder es, macht er sich der Fundunterschlagung strafbar, welche mit drei Jahren Freiheitsentzug und Geldstrafe geahndet werden kann, so die Rechtssprechung in Deutschland. Sofern der Eigentümer der Katze nicht ermittelbar ist oder auf sein Eigentum verzichtet, kann das Tier beim Finder bleiben. Durch die Fütterung und Betreuung geht der Finder ein Obhutsverhältnis ein, welches ihn verpflichtet, das Tier artgerecht unterzubringen und zu ernähren, sich weiterhin um Gesundheitsprophylaxe und Fortpflanzung Gedanken zu machen, denn: Füttern alleine genügt nicht! Die Gesetzgebung hat hier hervorragend vorgesorgt, damit kein Heimtier unversorgt auf der Straße bleibt, denn entgegen der Wildtierart Katze (Felis sylvestris), die übrigens in Deutschland vor dem Aussterben bedroht ist, kann die Katze - ob nun verwildert oder zahm - nicht ohne menschliche Obhut artgerecht leben. Unsere scheue, zahme oder auch extrem schmusebedürftige und auf den Menschen fixierte Heimtierart Katze ist vom Menschen domestiziert und/oder gezüchtet worden. Sie sind in unserer Klimazone nicht beheimatet und können damit auch nicht zu verwilderten Tieren oder Wildtieren zählen. Darunter fallen neben der Katze auch insbesondere Hund, Vögel, Zwergkaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Chinchillas, Frettchen , Zierfische, Pferde, usw.

Ausgesetzte oder durch nicht artgerechte Haltung zum Abwandern genötigte Heimtiere haben, langfristig gesehen, keine Überlebensmöglichkeiten, sofern sie nur sich selbst überlassen sind. Durchschnittlich werden sie unter erheblichen und langanhaltenden Schmerzen und Qualen nur rund 2 Jahre alt, statt wie ihre artgerecht gehaltenen Kumpanen, die durchaus 18 Jahre und älter werden. Sie können auch nicht den Status herrenlos erzielen, weil dies nur Wildtiere ohne menschliche Obhut sein können. Das Bürgerliche Gesetzbuch beschreibt in §960 klar und schlüssig, dass nur Wildtiere herrenlos sein können. In Österreich wie auch in Deutschland bieten Tierschutzvereine Kastrationsbeihilfen an. Der Deutsche Tierschutzbund führt jährlich bundesweit große Katzenkastrationsaktionswochen durch, um Tierhaltern bei ihrer Verantwortung behilflich zu sein. Aktion Kitty, ein bundesweites Hilfsprojekt von Aktion Tier - Menschen für Tiere, hilft den Verantwortlichen ebenfalls. Seit 1993 setzt sich Aktion Tier - Menschen für Tiere verstärkt für die Katzen und gegen die durch gesellschaftliches Versagen verursachte Katzenproblematik in Deutschland ein. Den dramatisch zu verzeichnenden Anstieg der letzten Jahre begründet die Forenleiterin von Aktion Kitty Westerwald vorrangig darin, dass den Tierschützern Rechtssicherheit fehlt. Darum fordert sie die Politik zum Handeln auf. Wir brauchen dringend eine bundeseinheitliche Katzenschutzverordnung in Deutschland.

Übrigens: Die eingangs erwähnten Kinder haben den Halter der Katze gefunden. Der Vierbeiner war vor einer Woche entlaufen. Wegen Überforderung Tiere ablehnende, kommunal geförderte Tierheime und/oder verantwortliche Ordnungsbehörden bewegen sich am Rande der Kriminalität, denn die Verweigerung einer Fundtierannahme und/oder Fundunterschlagung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar.  

 

Aktion Tier - Menschen für Tiere e.V., Mitgliedsverein der IG PRO KSVO  


 

Moderner Tierschutz statt Folter aus dem Mittelalter

Seit über 20 Jahren beschäftigt sich Gaby Classen vom Katzenschutzbund Mönchengladbach e.V., auch Mitgründerin der IG Pro Katzenschutzverordnung, mit dem Thema Hauskatze und dem aus der unkontrollierten Vermehrung entstehenden Elend für die Samtpfoten. Trotz fast ganzjährigen Kastrationsaktionen, insbesondere bei den sogenannten freilebenden Strassen-/Bauernhofkatzen zeichnet sich keine Besserung der Situation ab, im Gegenteil. Die Hauptverursacher sind bekannt - die Auswirkungen ebenso. Einzig die Kastration der Populationen verspricht eine dauerhafte + humane Eingrenzung des zahllosen Katzenleids.

Mit großem Erschrecken müssen wir jedoch in der jüngsten Vergangenheit - spätestens seit der Thematik Vogelgrippe und der letzten Erhöhung der tierärztlichen Gebührenordnung, gepaart mit einer allgemein schlechten wirtschaftlichen Lage - feststellen, dass ein eklatanter Rückfall in mittelalterliche Gepflogenheiten / Lösungsmethoden stattfindet, statt mit Herz und Verstand moralisch vertretbare Lösungen anzustreben.

Immer mehr Gemeinden (jüngster publizierter Fall die Gemeinde Schleiden/NRW) erlassen Fütterungsverbote für freilaufende Katzen. Was letztendlich bedeutet, dass die Tiere krank und ausgemergelt dahinsiechen, bis sie verhungert sind, statt dass ihnen mit tierärztlicher Versorgung + Kastration geholfen wird. Sowohl aktive Tierschützer als auch tierliebe Privatkatzenfreunde wissen, dass dies in keinster Weise die Vermehrungsrate schmälern kann, denn Katzen sind leider enorm fruchtbar und es ist ein alter Hut, dass dort, wo durch Abschuss, Aushungern, Krankheiten oder Unfälle die Katzen dezimiert werden, postwendend neue unkastrierte Katzen das Gebiet wieder besetzen.

Auch eine "Schnellschuss-Lösung" durch die Bestellung / Beauftragung eines Jägers wird immer populärer in ländlichen Bereichen. Wir waren gestern noch auf einem Hof, wo seit über fünf Jahren Katzen ansässig sind. Die nur leidlich versorgten Tiere haben sich unkontrolliert vermehrt, inzwischen sind es rund 20 Tiere. Nur zufällig erfuhren wir, dass für kommendes Wochenende geplant war, einen Jäger zu beauftragen, möglichst alle Tiere abzuschießen. Bis dato hatte der Besitzer des Hofes, der sich nicht verantwortlich für die Katzen fühlt, den Nachwuchs immer wieder selbst "reguliert" - jedoch sind die durch diese tierschutzwidrigen Aktionen immer misstrauischer werdenden Muttertiere inzwischen so clever, den Nachwuchs so zu verstecken, dass er ihn nicht mehr rechtzeitig eliminieren kann. Deshalb nun als neue "Lösung" dann das Gewehr.

Sind solche "Lösungen", die laut Gesetz strafbar sind und leider immer noch gang und gebe trotzdem, nicht mehr als verwerflich? Zumal sie letztendlich an der Wurzel des Problems nichts ändern? In einer Stadt wie Mönchengladbach gibt es schätzungsweise 20.000 freilebende Katzen ohne verantwortliche Versorgung = Fütterung PLUS Kastration. Eine einzige weibliche Katze schafft es innerhalb nur eines Jahres, gemeinsam mit den von ihr geborenen weiblichen Tieren des Frühjahres, im gleichen Jahr auf eine Anzahl von 20 Tieren anzuwachsen. Dies macht deutlich, wie sinnlos eine Dezimierung von einzelnen Tieren ist. Es rücken sofort weitere unkastrierte Tiere nach. Dies stoppt erst, wenn eine Population kastriert wird und an ihrem betreuten Futterplatz verbleibt - dann ist dort der Bereich von Tieren "besetzt", die sich nicht fortpflanzen können. Und Ärgernisse wie Markieren, nächtliche Katzenmusik und Revierkämpfe verschwinden so ganz nebenbei ebenso.

Deshalb: die 
einzig vernünftige + erfolgreiche Lösung heißt: Kastration.

MUT, LV RLP, Mitgliedsverein der IG PRO KSVO

  

Katzenschutzverordnung - längst überfällig

 

Ein Kommentar von Siegfried P. Rupprecht - Journalist und Buchautor:

In Deutschland werden rund 8.2 Millionen Katzen als Haustiere gehalten. Hinzu kommt noch eine hohe Anzahl sogenannter herrenloser und streunender Katzen, die täglich um ihr Überleben kämpfen müssen. Eine Katzenschutzverordnung ist daher längst überfällig. Tierschützer wie der Experte Robert Derbeck nennen dafür zwei wichtige Gründe: Einmal, um dem Mitgeschöpf Katze die gleichen Rechte einzuräumen wie den anderen Tieren, deren Haltung schon spezifisch geregelt ist. Zum anderen, um der Exekutiven ein gültiges Instrument zum einheitlichen und effektiven Agieren in die Hand zu geben.

Doch was hindert die Politiker daran, ein entsprechendes Papier zu erstellen? Sie argumentieren, dass es bereits schon zu viele Verordnungen gibt und das allgemein gültige Tierschutzgesetz ausreichend sei. Weiter befürchten sie unkalkulierbare, zusätzliche hohe finanzielle Kosten bei der Umsetzung. Und hier liegt das eigentliche Konfliktpotential!

Die Politik sollte die Erfahrungen der Tierschützer nicht ignorieren. Besser ist, auf deren Fachwissen zurückzugreifen. Davon könnten beide Seiten profitieren und realistisch umsetzbare Lösungsansätze in eine rechtskräftige Katzenschutzverordnung einfließen. Nur so gehört das dunkle Kapitel der nicht artgerecht gehaltenen, leidenden und kranken "herrenlosen" Heimtiere bald der Vergangenheit an. 

Mehr unter: http://www.katzenschutzverordnung.de.

 

  

Kontakt Printmedien, Radio und Fernsehen:

Radio + Fernsehen: Robert Derbeck, Tel. 0911-6323207

hochauflösende Bilder für Presse: katzenschutzverordnung@katzenhilfe-westerwald.de

Tierschutzvereine: Margit Mayr www.-ig-mehr-schutz-fuer-haustiere.de

Behörden + Verbände: Sonja Stahl, 0177-7889766

 

 

Mit freundlichen Grüßen
Sonja Stahl & Team

Interessengemeinschaft Pro Katzenschutzverordnung
  - kein Heimtier gehört unversorgt auf die Straße -

Tel. 0177-7889766
Fax 02661-949935

info@katzenschutzverordnung.de

KATZENKASTRATION IST PFLICHT! - näheres dazu, unter: www.katzenschutzverordnung.de

Stand 2009